Dienstag, 29. März 2016

Rezension "Zorn und Morgenröte"

"Zorn und Morgenröte"

Autor: Renée Ahdieh

Preis: 16,99 Euro

Verlag: One

Inhalt: Das ganze Volk von Chorasan lebt in Angst und Schrecken, seit der junge Herrscher Chalid begonnen hat, jeden Tag ein anderes Mädchen zu heiraten, nur um sie am nächsten Morgen bei Sonnenaufgang hinrichten zu lassen. Shahrzad hat auf diese Weise ihre beste Freundin Shiva an den Kalifen verloren. Nun will sie nur noch eins: ihre Freundin rächen. Sie meldet sich freiwillig als Braut und hat doch nur ein Ziel: überleben und den Mann töten, der ihr die Freundin genommen hat. Im Angesicht der Morgenröte beginnt Shahrzad, Chalid eine Geschichte zu erzählen. Und tatsächlich: Sie bekommt einen Tag Aufschub. Doch mit den Geschichten und den Nächten, die vergehen, muss Shahrzad erkennen, dass der junge Kalif nicht der Tyrann ist, für den ihn alle halten. Und das in seinem prächtigen Palast Geheimnisse verborgen liegen, die noch schrecklicher sind als seine Taten.

Fazit: Die ganze Geschichte gleicht einem Puzzle. Meine Aufgabe als Leser war es, diese Teile zu nehmen und zusammenzufügen. Und die Autorin hat es mir wirklich nicht leicht gemacht. Jedes Mal wenn eine Kleinigkeit offenbahrt wurde, warf sie nur noch mehr Fragen auf. Die Charaktere fand ich sehr beeindruckend geschildert. Viele, die ich erst sehr suspekt fand, stahlen sich nach und nach in mein Herz. So auch Despina, die z.B durch ihr loses Mundwerk auffiel. Ich war ihr gegenüber erst sehr abgeneigt, weil ich mir unsicher war, was sie im Schilde führte. Aber nach und nach, wurde ich mir sicherer, wie ich sie einschätzen konnte. Auch beim Kalifen war ich erst sehr unsicher. Chalid wirkt so kalt und unnahbar, dass man nie genau sagen konnte, was er fühlt oder denkt. Er nahm seinen Platz in meinem Herzen ein, als er etwas ganz Bestimmtes zu Shahrzad sagte.
"Mein Berg von Adamant."
Nach und nach gab Renée Ahdieh mir weitere Hinweise mit denen ich hinter die Fassade des jungen Kalifen blicken konnte und mit denen ich mich mehr in die beiden verliebte. Denn durch ihren interessanten Schreibstil fühlt man einfach mit, was Shazi passiert und natürlich kann man sich genauso wenig wie sie, gegen diese Gefühle wehren.

"In diesem Kuss. Diesem Kuss, der alles änderte." 
Eine herrliche Geschichte, in der lediglich diese vollkommene Geheimnistuerei nervte. Ab und zu hätte ich gerne mehr Informationen gehabt, ohne das diese Informationen noch mehr Fragen aufwerfen. Insgesamt fand ich das Buch sehr beeindruckend. Ein gelungener Auftakt, zu einer hoffentlich vollkommenen Reihe.

4/5 


 

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