Mittwoch, 25. Mai 2016

Rezension "Die Welt wär besser ohne dich"

"Die Welt wär besser ohne dich"

Autor: Sarah Darer Littman

Preis: 14,99 Euro

Verlag: Ravensburger

Inhalt: Seit Wochen chattet Lara mit Christian. Sie ist total verliebt und möchte ihn endlich auch mal treffen. Doch dann zerstört Christian ihr Glück mit einem einzigen Klick: "Die Welt wär besser ohne dich", schreibt er an ihre Facebook-Pinnwand. Und minütlich schließen sich ihm andere an. Irgendwann erträgt Lara die Beleidigungen nicht mehr und trifft eine verzweifelte Entscheidung...

Fazit: Alle die in ihrem Leben schon mal jemanden gemobbt haben oder es gerade tun, klicken bitte jetzt weg, denn solchen *denkt euch ein böses Wort aus* möchte ich nicht auf meinem Blog haben! Es gibt nichts schlimmeres, als Leute die sich feige hinter ihrem Monitor verstecken und aus Frust anderen Schaden zufügen!
Sprach sie das Wort zum Sonntag. Wie auch immer, kommen wir auf das Buch zurück. Das Buch behandelt mit Cybermobbing ein sehr wichtiges und gleichzeitig auf weit verbreitetes Thema. Die Inhaltsangabe, kratzt nur sehr oberflächlich an der ganzen Geschichte, denn man bekommt eine unglaublich große Einsicht in das Leben von Lara und ihrer Schwester. Depressionen und auch Suizid sind für viele immer ein Thema, dass man gerne von sich wegschiebt. "Ich habe damit doch sowieso nichts zu tun.", heißt es. Und trotzdem kommt es immer wieder vor, dass solche Dinge passieren und dann sagen sie: "Wir wussten es nicht. Sie war immer so fröhlich." Lara gibt einem als Leser nahezu das Gefühl, das Ganze selbst mit durch zu machen und es ist unfassbar beeindruckend, wie sehr man dabei mitgerissen wird. Aber gleichzeitig erfährt man, dass ihre Schwester Sydney, diese Situation ganz anders empfindet. Dieses schmale Grad zwischen Aufmerksamkeit suchen und Krankheit wird sehr gut verdeutlicht und dazu auch, dass nicht nur die Personen selbst, sondern auch ihre Familie und Freunde davon betroffen sind. 
Was für mich am meisten etwas ausgemacht hat, war die Wut, die man auf den Täter entwickelt. Mal ehrlich Leute, ergötzt ihr euch an dem Leid anderer? Oder tragt das weiter, nur um "Likes" zu bekommen? Ich hoffe nicht. Ich kenne keinen Menschen, denn ich so sehr verabscheuen würde, dass ich froh über dessen Zusammenbruch wäre. Ich wäre bei jedem einzelnen meiner Mitmenschen betroffen, denn darum geht es doch, oder? Menschlichkeit. Inwiefern verlieren Mobber ihre Menschlichkeit? 
Auch der Schreibstil war sehr leicht und schön zu lesen, die Er-Sie-Es-Perspektive, in der Lara, Sydney, Lara´s Ex-Beste Bree und deren Bruder Liam erzählen, lässt einen die Gefühle nachvollziehen und einen guten Überblick über die Situation behalten. 

Kommen wir nun zu den Sachen die mir nicht so gefallen haben. Ich muss sagen, es war mir teilweise sehr unangenehm, denn diese seelische Zerbrochenheit, hat mich irgendwie getroffen. Ich meine, klar, ich wollte mich damit auseinandersetzten, aber teilweise war das doch ziemlich krass. 
Dann haben mich diese Zusammensetzungen der verschieden Merkmale ziemlich genervt, denn entweder waren die Familien, die beschrieben wurden ausgesprochen negative Beispiele, oder aber ich habe einfach nur Glück mit meiner gehabt. Zwar verkorkst, aber ehrlich. 
Denn das war das größte Problem. Niemand ist wirklich ehrlich gewesen und alles drehte sich immer nur um verletzten Stolz und Machtgefühle. Meine Güte, hätten die sich nicht gemütlich mit nem Eis und der vierten Staffel von PLL aufs Sofa setzten können und froh sein können, dass sie leben?  

Alles in allem, war das Buch ziemlich aussagekräftig, gleichzeitig aber auch ein bisschen krass. Was ich für mich daraus ziehen konnte, ist dass ich noch mehr Wut auf Mobber empfinde, denn so ein Verhalten ist abartig. Also, wer sich damit mal auseinander setzten möchte, dem würde ich das Buch auf jeden Fall empfehlen. 

3/5

#stopptmobbing

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen