Sonntag, 2. Oktober 2016

Let´s read...

Was ist eigentlich der Vorteil, Bücher in ihrer Orginalsprache zu lesen? Gerade auf Instagram sehe ich viele, die aus Prinzip Bücher lieber in ihrer Orginalsprache lesen - also meistens in Englisch.
Warum aber sollte ich mich mit einer Sprache weiter auseinander setzten, wenn das Buch in meiner Sprache gedruckt ist und es mir doch mehr um das Lesevergnügen geht, als um das... man mag es kaum aussprechen: Lernen?
Damit möchte ich mich im folgenden näher auseinander setzten. 

Vor etwa einem halben Jahr habe ich Harry Potter das erste mal in meinem Leben gelesen - ich weiß, Schande über mich. Während ich so gelesen habe, ist mir aufgefallen das die Sprache recht einfach und verständlich ist - also logischerweise auch im Englischen. Da ich eine kleine Hermine bin und durchaus immer nach neuem Wissen strebe, dachte ich mir: Warum lese ich die Bücher nicht auf Englisch?
Gedacht, gesagt, getan. Einige Wochen später hielt ich also die wunderschöne englische Ausgabe in der Hand. Ich bin mittlerweile bei "Harry Potter and the Deathly Hallows" und muss sagen, dass ich mit meiner Entscheidung sehr zufrieden war.

Warum?
Zum einen ist mir aufgefallen, dass viele Ausdrücke, die Rowling im Ursprung gebraucht gar keine genaue deutsche Bedeutung haben, also eher über Umwege übersetzt wurden. Ich finde es eigentlich schade, wenn der eigentliche Sinn, der vielleicht sogar so etwas wie ein Insider sein kann, verfälscht wird, denn somit bekommt die Geschichte manchmal auch einfach einen ganz anderen Touch.

Zweitens ist natürlich ein grandioser Lernfaktor da. Wenn man bereit und willens ist, sich über die Schule, das Studium oder den Beruf hinaus mit einer anderen Sprache zu beschäftigen dann hilft gerade lesen unheimlich viel. Innerhalb der wenigen Wochen die ich die Bücher nun gelesen habe/lese, ist mir aufgefallen, dass sich mein Vokabular unglaublich verbessert hat und das kann man eigentlich nur als Vorteil sehen. Auch das Sprachverständis und die Art wie man mit der Sprache umgeht ändert sich enorm.

Zudem konzentriert man sich einfach viel mehr auf die Geschichte um Details zu verstehen und man bekommt Sachen mit, die einem im Deutschen/in der Muttersprache vielleicht nicht auffallen würden.

Was gibt es auf der anderen Seite zu bemäkeln? 
 Was natürlich schon nerven kann, ist die Tatsache, dass man einige Wörter eben nachschauen muss. Dadurch hat man zwar einen Lernfaktor, aber es geht auch Zeit verloren, sodass man viel länger lesen würde, als normalerweise. Ich muss auch gestehen, dass ich ganz froh bin, nach 7 Büchern in Englisch, wieder an meine "normale" Lektüre ran zu dürfen, die ich direkt verstehe. 

Fazit 

 
 Im Grunde kann ich Bücher in anderen Sprachen jedem empfehlen, der sich lange genug mit dieser Sprache auseinander gesetzt hat, denn nach 8. Jahren Englischunterricht bin ich erst jetzt wirklich in der Lage die Bücher zu lesen und zu verstehen. Man sollte also gewisse Vorkenntnisse besitzen und natürlich auch die Geduld haben, sich damit auseinander zu setzten. Der Lernfaktor wird, wie gesagt, großartig sein und das Sprachverständnis enorm verbessert. 

Wenn man allerdings einfach nur ganz bequem lesen möchte, die Sprache vielleicht noch nicht so gut versteht oder auch gar nicht wirklich Lust hat, zu lernen, dann sollte man besser erst noch die Finger davon lassen ;) 

Wenn ihr noch Argumente für oder gegen lesen in anderen Sprachen habt, dann lasst mir doch gerne einen Kommentar da! :) 

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