Freitag, 14. Oktober 2016

Rezension "Die Insel der besonderen Kinder"


 Titel: Die Insel der besonderen Kinder
Autor: Ransom Riggs
Preis: 12, 99 Euro
Verlag: KNAUR
Seitenzahl: 416

Inhalt: Manche Großeltern lesen ihren Enkeln Märchen vor – doch was Jacob von seinem hörte, war etwas ganz, ganz anderes: Abraham erzählte ihm von einer Insel, auf der merkwürdige Kinder mit besonderen Fähigkeiten leben – und von den Monstern, die auf der Suche nach ihnen sind. Inzwischen ist Jacob fast erwachsen und glaubt nicht mehr an die wunderbaren Schauergeschichten. Bis zu jenem Tag, an dem sein Großvater unter mysteriösen Umständen stirbt...
Fazit: Auf das Buch bin ich durch den Booksandbeyondclub auf Instagram gekommen, was wir nämlich diesen Monat gemeinsam lesen. Und ich muss euch (falls ihr Mädels das hier lest) auf jeden Fall danken! Alle anderen: Wenn ihr die Seite noch nicht kennt, auf jeden Fall reinschauen! :)
Aber kommen wir zum Buch:
Bei dem Cover war ich tatsächlich ein wenig abgeschreckt. So düster und irgendwie auch alles andere als schön, ist „Die Insel der besonderen Kinder“ kein Buch, dass ich jetzt so direkt aus dem Regal ziehen würde.
Aber die Story haut dafür natürlich alles raus. Erstmal diese wundervolle Idee! Ich meine, man hat ja schon viel mit übernatürlichen Kräften und Monstern und so gelesen oder gesehen. Aber hier hatte man gar nicht das Gefühl, dass alles so „fantastisch“ ist. Sondern als ob man eben ganz normale humorvolle Teenager mit... naja andersartigen Talenten vor sich hätte.
Vor allem Jacob erzählt die Geschichte mit soviel Humor und auch Lässigkeit, dass man eine richtige reale Vorstellung bekommt. Als würde Olive (das schwebende Mädchen) im nächsten Moment durch die Tür kommen oder, als ob Millard (der unsichtbare Junge) plötzlich neben dir sprechen würde um dir einen Tee anzubieten. Die Charaktere sind so sympathisch dargestellt, dass man wirkliche eine Verbindung zu ihnen entwickelt. Man fühlt sich fast schon als Teil der Familie, was durch die Ich – Perspektive stark verstärkt wird. 
Zudem gefallen mir die ganzen Fotografien in dem Buch wirklich super, denn dadurch bekommt man ein ganz hervorragendes Bild der Charaktere. 

Auch die Spannung wird ganz grandios eingesetzt. Man hat zwischendurch immer wieder witzige oder schöne Szenen, aber durch ganz bestimmte Mittel, bringt Riggs einen dazu, fieberhaft weiterzulesen. Das Buch aus der Hand zu legen, wird damit ein Ding der Unmöglichkeit.
Auch die Umgebung finde ich toll gewählt. Mit der Insel hat Riggs ein Reich geschaffen, dass einen dazu einlädt, direkt Gummistiefel und Regenmantel zu schnappen, um selbst nach den Kindern zu suchen. Im Grunde ist es sogar eine Beschreibung der Kindheit, die hoffentlich viele von uns früher hatten – einfach rausgehen und spielen. Ob man von oben bis unten mit Matsch beschmiert ist oder eine Spur der Verwüstung hinter sich hergezogen hat, spielt dabei keine Rolle, nur ob man Spaß hatte. Und dieser Spaß aber auch der Zusammenhalt der Kinder spielt eine große Rolle in der Geschichte. Ich finde es toll, wie hier Vergangenheit und Zukunft, auch vom Leser, verwoben werden und eine wirklich wunderschöne Geschichte entwickelt wird.
Ich kann das Buch wirklich nur empfehlen und ich bin schon so gespannt auf den zweiten Teil!
Info: Band 3 kommt noch Ende des Jahres heraus! :)

5/5

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