Freitag, 6. Januar 2017

Rezension "Love and Confess"

Titel: Love and Confess
Autorin: Colleen Hoover
Preis: 12,99 Euro
Verlag: dtv
Seitenzahl: 375 Seiten

Inhalt: Vor fünf Jahren hat Auburn ihre erste große Liebe in Dallas zurücklassen müssen, verbunden mit einem Schmerz, den sie bis heute nicht ganz überwunden hat. Als sie eines Abends im Schaufenster einer Kunstgalerie Zettel mit anonymen Bekenntnissen entdeckt, ist sie zutiefst berührt, denn auch sie trägt ein Geheimnis mit sich. Niemand soll von ihrer Vergangenheit wissen – vor allem nicht Owen, der junge Künstler mit den grünen Augen, der sich von den Geschichten anderer Menschen für seine Bilder inspirieren lässt. Vom ersten Augenblick an fühlt sie sich zu ihm hingezogen und Owen geht es nicht anders. Die beiden verlieben sich mit ungeahnter Wucht ineinander. Doch auch Owen hat ein Geheimnis, das alles zu zerstören droht, was ihnen wichtig ist ...
Fazit: Dieses Buch habe ich auf „Bitte“ meiner Schwester gelesen und ich bin froh, dass nicht ich diejenige war, die es gekauft hat. Ich hatte bis jetzt ja sowieso damit gehadert, weil für mich alle Bücher irgendwie ähnlich zu „Weil ich Layken liebe“ klangen, da es anscheinend immer nur um diese Wirrungen und Irrungen in Liebesdingen geht und das ist ja nun mal gar nicht mein Genre. Ab und an ja, aber nicht stets und ständig, bitte. Deswegen bin ich auch nur durch meine Schwester, die alle Bücher dann gekauft bzw. als Wunsch zum Geburtstag geäußert hatte, an dieses Exemplar gekommen.
Als ich begonnen hab zu lesen war ich total begeistert. Die Idee war einfach klasse und – das haben Hoover und ich ja gemein – ich habe die Kunst in den Worten und den Bildern einfach geliebt. Ich war absolut hingerissen und hatte ab da dann wirklich hohe Erwartungen. 

Der Stil war natürlich super gut und so hab ich mich voller Freude in die Welt von Auburn und Owen gestürzt.
Das ich Auburn dabei weniger sympathisch und tatsächlich ziemlich schwach fand, habe ich zurück geschoben, denn immerhin habe ich nach diesem grandiosen Anfang eine wirklich gute Meinung von dem Buch.
Auch Owen und Auburns durchgeknallte Mitbewohnerin habe ich schnell ins Herz geschlossen und die Überraschungen die für den Leser bereitgehalten werden, fand ich ebenso klasse.
An sich war das Buch also wirklich gut, wenn da nicht diese Sache wäre.

Wenn jemand zu Anfang nicht stark ist, erwarte ich eine Wandlung. Etwas das ihn zu etwas besserem, stärkerem macht. Auburn aber, hat sich lieber selbst bemitleidet und es eher unterlassen ihr Schicksal in die Hand zu nehmen.
Meine Güte, ich glaube ich habe mich selten über soviel Naivität aufgeregt. Gut, vielleicht habe ich nicht so viel Ahnung vom amerikanischen Rechtssystem, dass ich mir ein derart böses Urteil erlauben kann, aber ich kenne unser Rechtssystem und im Bezug auf Auburns Problem, muss es da doch eine Lösung geben, oder?
Ich hätte erwartet das sie kämpft und auch wenn das Ende diesen fehlenden Kampf raus reißen sollte, war ich enttäuscht.

An sich fand ich die Idee und alles drum herum einfach wunderschön und genial, aber mit Auburn komme ich einfach nicht auf einen Dampfer. Dazu kommt, das mich das in keinster Weise emotional mitgenommen hat. Mich, die sonst manchmal so losheult ohne zu wissen warum!
Man stelle sich das vor... Aber gut.
Wenn man die anderen Bücher von Colleen Hoover gut fand, dann wird man sicherlich auch das mögen, aber ich für meinen Teil würde für Menschen die starke Protagonisten mögen, eher von einem Kauf abraten.

3 / 5

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