Dienstag, 3. Januar 2017

Rezension "Siren"

Titel: Siren
Autorin: Kiera Cass
Preis: 12,99 Euro
Verlag: Fischer
Seitenzahl: 357 Seiten

Inhalt: Kahlens Familie kommt bei einem Schiffsunglück ums Leben. Sie selbst wird als Einzige gerettet – von drei betörenden jungen Frauen: Sirenen. Wunderschön und unsterblich. Von nun an ist Kahlen eine von ihnen. Scheinbar ein ganz normales Mädchen, doch ihr Leben gehört dem Meer. Jeder Mensch, der ihre Stimme hört, muss sterben. Und so schweigt sie. Bis sie Akinli begegnet, einem jungen Studenten, der Kahlen auch völlig ohne Worte versteht. Nach nur wenigen Stunden haben nicht nur ihre Herzen, sondern auch ihre Seelen zu einander gefunden. Und als Akinli schwer erkrankt, droht auch der eigentlich unsterblichen Kahlen der Tod.

Fazit: Erstmal vorab, ein frohes neues Jahr, allen die das hier lesen! Ich hoffe ihr seid gut reingekommen und habt ordentlich gefeiert!
Kommen wir nun zum eigentlichen Anliegen!
Ich habe gestern Siren beendet und bin ehrlich ein wenig unschlüssig.
Die Stil gefällt mir natürlich sehr und ich finde man kann Cass´ Bücher einfach hervorragend lesen! Humorvoll auf einer Art und Weise, aber auch irgendwie tiefsinnig.
Dasselbe kann ich über diese Geschichte sagen. Die Idee an sich hat mich begeistert, auch wenn ich es moralisch ein wenig fragwürdig finde. Immerhin ist es nie leicht zu töten – für normale Menschen und ich gehe davon aus, wir sind alle halbwegs normal – und den Mädchen so eine Bürde aufzuladen ist schrecklich. Wie in den Legenden die man ab und an liest, werden ihre Taten als schrecklich und unglaublich grausam empfunden, die Mädchen aber als warmherzig und nett beschrieben. Diese Gegensätzlichkeit finde ich einfach sehr überzogen und so fiel es mir schwer wirkliche Sympathie für Kahlen aufzubringen.
Generell finde ich Kahlen als Charakter unglaublich schwach und unselbstständig, was mich während des Buchs ziemlich genervt hat. Auch im Bezug auf Akinli finde ich es schwierig ihre Entscheidungen nachvollziehen zu können. Sie kennt die Regeln und dann sollte sie sich entscheiden. Hop oder top.
Akinli hingegen spiegelt die wundervolle Charakterwahl, die Cass´ normalerweise hat sehr gut wieder. Ich mochte ihn von der ersten Sekunde an und finde, dass sie mit ihm eine hervorragende Nebenfigur gestaltet hat.
Was mir ebenfalls sehr gefallen hat, war die Idee, dem Meer eine Persönlichkeit zu verleihen. Gespräche zwischen den Sirenen und dem Meer stattfinden zu lassen und die See als Mutter und auch irgendwie Monster stehen zu lassen. Das Meer als Person zu sehen ist meiner Meinung nach eine vernünftige Ansichtsweise und hat mir daher sehr zugesprochen!
„Denk nicht, ich würde Dich nicht vermissen“, sagte ich sanft. „Ganz gleich ob ich noch siebzig Jahre bei Dir bleiben könnte oder ob ich morgen sterbe, ich werde Dich niemals vergessen.“
Was kann ich zusammenfassend sagen? Das Buch war okay, recht tiefsinnig und auch toll geschrieben, mit einer guten Grundidee. Allerdings finde ich die Macke mit Kahlens Charakterwahl und der stark gegensätzlichen Moral einfach zu groß um eine perfekte Bewertung zu geben, daher ziehe ich deswegen einen Stern ab.

4/5

Allerdings kann ich mir vorstellen, dass andere die Geschichte großartig finden, deswegen kann ich euch weder gegen noch für den Kauf des Buches bewegen!

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