Donnerstag, 26. Januar 2017

Rezension "Über mir der Himmel"

Titel: Über mir der Himmel
Autorin: Jandy Nelson
Preis: 9,99 Euro
Verlag: cbt
Seitenzahl: 345 Seiten

Inhalt: Siebzehn Jahre hat Lennie glücklich im Schatten ihrer strahlenden Schwester gelebt. Doch jetzt ist Bailey tot. Es ist, als hätte jemand den Himmel ausgeknipst. Bis Lennie sich verliebt – zum ersten Mal in ihrem Leben und gleich in zwei Jungen: Joes magisches Lächeln wird nur noch von seinem musikalischen Talent übertroffen; Toby ist stiller Cowboy, mutiger Skater – und Baileys große Liebe. Für Lennie sind sie wie Sonne und Mond; einer stößt ein Fenster in ihrem Herzen auf und lässt das Licht herein, bei dem anderen hat ihr Schmerz ein Zuhause. Als Liebe und Schuldgefühl auf Kollisionskurs gehen, explodiert Lennies Welt ...
Fazit: Aufmerksam war ich auf das Buch geworden, wegen dem Cover. Ich mag schlichte Cover und dieses hier hat mich direkt angesprochen. Alleine diese Zusammenstellung von Farben und der Titel. Hinreißend! 
Als ich dann die Beschreibung gelesen habe, war ich vollends begeistert. Allerdings hätte ich die Geschichte, die sich hinter all diesen Sachen verbirgt, so nicht erwartet. 
Zum Stil kann ich mich leider eher negativ äußern, da ich ihn doch zeitweise recht anstrengend fand. Das Buch ist sehr lyrisch geschrieben und nach einer Weile ging mir das echt auf den Keks, obwohl ich Lyrik sonst liebe. Aber ich hatte mehr das Gefühl ein meterlanges Gedicht zu lesen, als ein Buch. Allerdings haben es mir einige ihrer blumigen Wortspiele schon angetan! 
"Es kommt mir vor, als hätte ich ein Fenster in der Brust, durch das Sonnenlicht hereinströmen kann."
Schöne Worte wiederum waren wirklich total oft und gut eingesetzt, vertreten, was den sonst sehr anstrengenden Stil ziemlich gut ausgleicht. 
Die Charaktere fand ich ebenfalls recht sympathisch, auch wenn ich ab und an das Gefühl hatte, dass sie doch sehr zweidimensional sind. Lennies Gefühlswelt wird von oben bis unten durchleutet, aber die anderen werden ziemlich in den Hintergrund gestellt. 
Allerdings finde ich die Erzählungen von ihnen durch Lennie wirklich großartig, weil man so wenigstens erfährt, wie sie mal waren.
Vor allem ihre Großmutter und ihr Onkel Big mag ich wirklich gerne! 
Die Geschichte an sich war traurig, schön und dann und wann einfach lustig. Neben dieser total niedlichen Art, die Lennie an sich hat und gleichzeitig die Trauer und das Glück das sie abwechselend verarbeiten muss, sind manchmal auch ein paar wirklich gute Ratschläge dabei.
"Denn Grama hat recht, es gibt nicht nur eine Wahrheit, sondern ein ganzes Bündel von Geschichten, die sich alle auf einmal abspielen, in unseren Köpfen, in unseren Herzen, und sich dabei in die Quere kommen." 
An sich hat mir die Geschichte daher ganz gut gefallen, aber weil es eben doch den ein oder anderen Mangel gibt, ziehe ich einen Punkt ab. 
4/5
Leseprobe ➞   Über mir der Himmel  

Danke ans Bloggerportal, für dieses tolle Rezensionsexemplar! :)
 

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