Sonntag, 26. Februar 2017

Rezension "Love Letters to the dead"

Titel: Love Letters to the dead
Autorin: Ava Dellaira
Preis: 9,99 Euro (Taschenbuch)
Verlag: cbt
Seitenzahl: 416 Seiten

Inhalt: Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls viel zu früh starb. Aus dem ersten Brief wird eine lange Unterhaltung mit toten Berühmtheiten wie Janis Joplin, Amy Winehouse und Heath Ledger. Denn die Toten verstehen Laurel besser als die Lebenden. Laurel erzählt ihnen von der neuen Schule, ihren neuen Freunden und Sky, ihrer großen Liebe. Doch erst, als sie die Wahrheit über sich und ihre Schwester May offenbart, findet sie den Weg zurück ins Leben und kann einen letzten Brief an May schreiben.
Fazit: Ich glaube es fiel mir noch nie derart schwer, ein Buch zu bewerten. Ich weiß nicht ob ich 1 oder 5 Sterne geben sollte...
Grundsätzlich hatte ich ja nur gutes von dem Buch gehört! Auch das Cover gefällt mir total gut, weil ich diesen Farbverlauf wirklich wunderschön finde. 
Der Klappentext klang für mich total interessant, vor allem wegen Heath Legder, in den ich ja schon immer irgendwie heimlich verliebt war. Nicht nur seine Batman Filme, auch Ritter aus Leidenschaft, der Patriot und vor allem Brokeback Mountain mit Jake Gyllenhaal zusammen haben es mir sehr angetan!
                         Bildergebnis für brokeback mountain
 
Als ich also hörte, dass dieses Mädchen an ihn schreibt, da dachte ich: Die hat Geschmack. Leider stellt sich heraus, dass sie nur einen einzelnen Brief an ihn schreibt und auch die besten Filme von ihm nie gesehen hat. 
Aber im Grunde ist das ihr Prinzip. Sie sucht sie Persönlichkeiten die tot sind, weil sie jung gestorben sind und ihr Leben verkorkst war. Genau wie das von Laurel und ihrer Schwester May. 
Zu Anfang war ich tatsächlich weniger begeistert. Laurel kam mir schwach vor - auch während des Buchs immer wieder - und ich konnte sie nicht wirklich leiden. An sich erinnerte mich die Story auch fast ein bisschen an "Über mir der Himmel", wo ich Lennie ja eine ähnliche Rolle einnimmt. 
Auch die Grundstimmung ist dabei sehr seltsam und ab und an hab ich mich wirklich gefragt, warum sie das Mädchen nicht einfach mal zum Therapeut schicken.
"Auch wenn man meint, alles richtig gemacht zu haben, kann man sich nie sicher sein, was am Ende rauskommt." 
Allerdings gefiel mir, wie sie aus sich rauskommt. Auch wenn mir ihr Weg, den sie zusammen mit ihren Freundinnen Hannah und Natalie einschlägt manchmal nicht wirklich behagte, so hat sie doch gelernt zu leben. Trotz ihrer Gefühle für May. 
Auch ihre Freundschaft zu Tristan und Kristen - die im Grunde die Elternrolle der drei übernehmen fand ich schön gemacht. Im Grunde wünscht sich jeder mal, dass es jemanden gibt, der einen an die Hand nimmt und durch schwere Zeiten führt. 
Vor allem die verschieden Ratschläge die sie dabei immer wieder geben, fand ich gut, weil man dass auch auf das reale Leben beziehen kann. 
"Solange wir lieben, fühlen wir uns beschützt und haben dabei doch trotzdem ständig Angst."
Was ich allerdings nicht gut fand, war die Züge die Laurel während des Buchs immer wieder annimmt. Dass sie damit sowohl Sky, als auch mir als Leser Angst machte, kann ich nicht gut heißen. Muss jemand seelisch erst komplett zerbrechen, bevor er neu entstehen kann? Reden wir hier von dem Phönix - Mythos? 
Herjee, im Grunde hat mir die Geschichte schon gefallen, aber ich fand eben den Weg dorthin manchmal echt schlimm. 
 
Abschließend denke ich, dass jeder sich eine Meinung darüber bilden sollte, weil das Buch wirklich komplex und vielschichtig ist. Zu komplex, als das meine Meinung allein irgendwas aussagen könnte. 
 
4/5★ 

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