Freitag, 17. März 2017

Rezension "Nächstes Jahr am selben Tag"

Titel: Nächstes Jahr am selben Tag
Autorin: Colleen Hoover
Preis: 12,95 Euro
Verlag: dtv
Seitenzahl: 370 Seiten




Inhalt: Ausgerechnet am Abend, bevor sie von Los Angeles nach New York zieht, lernen sie sich kennen: die 18-jährige Fallon, Tochter eines bekannten Filmschauspielers, und der gleichaltrige Ben, der davon träumt, Schriftsteller zu werden. Beide verlieben sich auf den ersten Blick ineinander und verbringen die Stunden vor dem Abflug zusammen. Doch wie soll es weitergehen? Wollen sie sich wirklich auf eine Fernbeziehung einlassen und ihren Alltag nur halbherzig leben? Um das zu verhindern, beschließen die beiden, sich die nächsten fünf Jahre jedes Jahr am selben Novembertag zu treffen, dazwischen jedoch auf jeglichen Kontakt zu verzichten. Und wer weiß, vielleicht, so die Hoffnung, klappt es am Ende der fünf Jahre ja mit einem Happyend. Doch fünf Jahre sind eine lange Zeit - und so kommt ihnen trotz aller intensiven Gefühle, die bei jedem Treffen der beiden hochkochen, ganz einfach das Leben dazwischen …
Fazit: Ich muss sagen, dass es mir schwer fällt dem Buch eine passende Bewertung zu geben. Ich weiß nicht ob ich ausdrücken kann, was ich dazu zu sagen habe, aber ich versuche es mal. Verzeiht mir, wenn ich es nicht in die richtigen Worte kleiden kann, denn mir ist es selten so schwer gefallen, eine eindeutige Meinung abzugeben.
Zunächst war ich total begeistern von der Geschichte. Neu, spannend und vor allem auch irgendwie heiß. Genau das, was ich als Leser lesen möchte. Auch der Stil ist wieder überragend gut und Colleen Hoover weiß ihren Humor einfach gezielt einzusetzten. 
Das mit Fallon keine "normale" Protagonistin besetzt ist, fand ich ebenfalls gut gemacht. Warum sollten auch alle Protagonisten immer schön aussehen? Also schön im Sinne von "Heidi-Klum-Model-Schön"?
Mit ihrer Vergangenheit hat Fallon etwas, dass viele in dem Alter noch nicht haben. Bereits eine Geschichte und auch wenn ihr Weg mehr von Leid durchwebt war, so ist sie doch noch am Leben und keine von diesen Protagonisten mit "Ich hab so eine schlimme Vergangenheit" - Blablabla...
Sie lebt und ist glücklich darüber! Gleich einen Pluspunkt für weggelassenes Gemecker, was hätte sein können, wenn...

Ben ist mir von der Art des Charakters jetzt nicht unbekannt und daher auch weniger anbetungswürdig, als Fallon ihn beschreibt, aber meinetwegen soll sie, denn ich muss ja nicht in ihn verliebt sein! Auf jeden Fall sagt mir aber seine Art von Humor zu und die Art und Weise Dinge zu betrachten.
Neben den Charakteren entwickelte sich die Geschichte auch recht verzwickt. Die verschiedenen Kapitel sind in die verschiedenen 9ten November eingeteilt und kennzeichnen somit jedes mal einen neuen Lebensabschnitt der beiden. 
Warum aber nun fällt es mir schwer zu sagen, dass das Buch total genial ist?
Gegen Ende des Buches kommt ein Ereignis, dass mich, wenn ich Fallon wäre, mehr als nur getroffen hätte. Wenn  an so eine Sache herausfindet, dann wäre ich nicht nur erbost und schockiert, ich hätte richtig gehend Angst. 
Klar, man braucht diesen Punkt um nochmal Spannung in die Geschichte zu bringen, aber ich könnte niemals das tun was Fallon getan hätte. Denke ich zumindest, denn wenn man so unter einer Sache gelitten hat, dann fällt vergeben doch schon sehr schwer, oder? 
"Wir bekommen bei unserer Geburt nur einen Körper und eine Seele, okay? Ersatz gibt es nicht, deswegen ist es wichtig, dass wir verdammt gut darauf aufpassen."
Mir zumindest.
Da ich das moralisch also sehr schwierig zu beurteilen finde, kann ich auch nicht sagen, ob ich jetzt schlussendlich begeistert bin oder nur den Kopf schütteln kann. 

Da es sowohl seine Höhen, als auch Tiefen hatte, möchte ich mich weder gegen das Buch noch für das Buch aussprechen. Jedes ist selbst überlassen, wie er an Fallons Stelle gehandelt hätte und daher denke ich, dass ihr euch eure eigene Meinung bilden müsst. 
Wegen dem Schreibstil und weil mir die Geschichte an sich eigentlich recht gut gefallen hat, gebe ich aber trotzdem eine hohe Punktzahl. 

4/5

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