Sonntag, 21. Mai 2017

Rezension "Am Arsch vorbei geht auch ein Weg"

Titel: Am Arsch vorbei geht auch ein Weg
Autorin: Alexandra Reinwarth
Preis: 16,99 Euro
Verlag: mvgverlag
Seitenzahl: 185 Seiten

Inahlt: Es gibt Momente im Leben, in denen einem klar wird, dass man etwas ändern muss. Der Moment, als Alexandra Reinwarth ihre nervige Freundin Kathrin mit einem herzlichen „Fick Dich“ zum Teufel schickte, war so einer. Das Leben war schöner ohne sie – und wie viel schöner könnte es erst sein, wenn man generell damit aufhörte, Dinge zu tun, die man nicht will, mit Leuten die man nicht mag, um zu bekommen, was man nicht braucht! Wer noch der Meinung ist, das Leben könnte etwas mehr Freiheit, Muße, Eigenbestimmung und Schokolade vertragen und dafür weniger Kathrins, WhatsApp-Gruppen und Weihnachtsfeiern, der ist hier goldrichtig. Lassen Sie sich von Alexandra Reinwarth inspirieren, wie man sich Leute, Dinge und Umstände am Arsch vorbei gehen lässt, aber trotzdem nicht zum Arschloch mutiert. Und lernen Sie von ihr, wie kleine Entscheidungen einen großen Effekt auf die Lebensqualität haben können. Ganz einfach.

Fazit: Der ein oder andere, wird gerade vermutlich an seine Brust gegriffen haben, als sein Herz einen schmerzhaften Schlag machte und sich gefragt haben, wie ein Buch mit nur 185 Seiten einen Preis von 16,99 Euro rechtfertigt.
Prinzipiell würde ich sagen, nichts, denn das Preis-Leistungs-Verhältnis scheint lächerlich, aber der Inhalt hatte schon einiges für sich und daher würde ich eher in Richtung gerechtfertigt tendieren.
Wirklich. Alexandra hat mir hier in mancherlei Hinsicht die Augen geöffnet!
Ich dachte immer, dass ich eigentlich recht wenig auf die Meinung anderer gebe. Allerdings fällt einem manchmal gar nicht auf, inwiefern man sich von seinem Umfeld beeinflussen lässt.
Warum schminke ich mich morgens? Wieso kaufe ich Klamotten, die andere auch anhaben? Wieso gehe ich zum Konzert meiner Freundin, obwohl ich ihre Gruppe total scheiße finde?
Ganz recht, weil es von mir erwartet wird. Weil alle anderen es auch machen. Weil ich nicht außen vor sein will.
Alexandra hat es gut zusammen gefasst. Wenn es dich unglücklich macht, du die Zeit besser investieren könntest (zum Beispiel auf dem Sofa mit Netflix, statt auf dem schrecklichen Konzert), dann lass es einfach. Am Arsch vorbei. Ich mag meine Freundin deswegen trotzdem noch, aber wenn ich keinen Bock habe, gehe ich eben nicht.  
Geniales Prinzip oder nicht?
Mittlerweile denke ich so oft während meines Tages: Am Arsch vorbei.
Ehrlich. Mir hilft es total mich nicht mehr ständig auf Dinge zu fokussieren, die ich gar nicht mag. Mich über Leute aufzuregen, die ich doof finde oder Dinge zu tun, die mich nerven.
Nein, ich kann dir nicht noch eben acht Seiten Hausaufgaben schicken. Was du bekommst eine schlechte Note? Hättest eben früher anfangen müssen.

So einfach kann das Leben sein und mir hat das Buch auf jeden Fall geholfen, dies auch zu beherzigen. Der Stil in dem Alexandra erzählt ist urkomisch und hat mich mehr als einmal zum lachen gebracht.
Ich kann es trotz dem Preis wirklich weiter empfehlen, denn ich finde es bringt einen persönlich wirklich weiter!

Ganz klar:
5/5
 

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