Mittwoch, 14. Juni 2017

Rezension "Red Rising - Tag der Entscheidung"

Titel: Red Rising – Tag der Entscheidung
Autor: Pierce Brown
Preis: 12,99 Euro
Verlag: Heyne
Seitenzahl: 652 Seiten

Inhalt: Mutig bis zuletzt hat der ehemalige Minenarbeiter Darrow gekämpft, um die verhasste Oberschicht, die Goldenen, zu stürzen. Aber dann wurde er heimtückisch verraten, und nun scheint alles verloren zu sein: Fern aller Menschen, die er einst liebte, ist er gefangen. An einem grauenvollen, unmenschlichen Ort. Und doch ist Darrow die einzige Hoffnung der Menschheit. Nur er kann eine neue, eine gerechtere Zeit einläuten und alle einen: die mutlose Unterschicht, die verhassten Goldenen und seine ehemaligen Freunde, die er schon einmal im Stich gelassen hat...
Fazit: Mir fällt es ehrlich schwer, ein richtig passendes Fazit zu ziehen. Nachdem die vorher eingehenden Bände mir wirklich sehr gefallen hatten, hatte ich dementsprechend hohe Erwartungen an diesen Teil. Allerdings wollte er mir zunächst gar nicht gefallen, da es wieder sehr grausig und unmoralisch war. Ich stehe eher nicht so darauf, zu lesen, wie jemand nach und nach gebrochen wird. Nach und nach getötet. Was auch immer. Echt nicht.
Viel lieber lese ich, wie mein Held alle umlegt und das schnell und dann seine Geliebte rettet und nebenbei noch die Welt... Gut, meistens läuft es immer irgendwie darauf hinaus, aber hier hat Mr. Brown eine wirklich sehr überraschende Wendung vor dem Finale eingebaut, für die ich ihn durchaus verfluche. Ich will nicht sagen, dass ich Rotz und Wasser geheult habe, aber ich habe Rotz und Wasser geheult.
Man, sowas ist echt nicht cool! Sonst hat der Schreibstil natürlich wieder überzeugt. Mit viel Geschick und Witz, wird man in eine ausgesprochen detaillierte, aber nicht zu komplizierte Welt eingeführt, die man einfach bewundert. Auch wenn ich persönlich mit meinen Füßen lieber fest am Boden bleibe, so kann ich doch die Faszination verstehen, warum Menschen so am All hängen.
Auch die Charaktere kamen hier auf ihre ganz besonderen Höhepunkte. Die, die man liebt, bekommen plötzlich eine ganz andere Seite, jene, die man hasst, werden sympathisiert und erst am Ende erfährt man, wer wie wo zugehört.
Ganz besonders ein Teil hat mich wirklich getroffen, denn ohne etwas verraten zu wollen, stirbt eine Person, an der ich sehr hänge.
Das Ende war wirklich schön ausgearbeitet und hat mich sowohl verzaubert, als auch zum lächeln gebracht. Nach so viel Gewalt, eine doch recht überraschende Wendung, auf den letzten zwei Seiten zu bekommen, ist wirklich eine gewaltige Leistung.
Zusammenfassend war es mir zwischenzeitlich zu hart und auch etwas zu viel Blut und abgetrennte Gliedmaßen, aber durch seinen Humor und auch durch seine mutige starke Art und die seiner Freunde, reißt die Geschichte nochmal einiges heraus!

4/5

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