Mittwoch, 9. August 2017

Rezension "Maybe Someday"

Titel: Maybe Someday
Autorin: Colleen Hoover
Preis: 12,95 Euro
Verlag: dtv
Seitenzahl: 423 Seiten

Inhalt: Das Letzte, was Sydney will, als sie bei dem attraktiven Gitarristen Ridge einzieht, ist, sich in ihn zu verlieben. Zu frisch ist die Wunde, die ihr Ex hinterlassen hat. Und auch Ridge hat gute Gründe, seine neue Mitbewohnerin nicht zu nah an sich ranzulassen, denn er hat seit Jahren eine feste Freundin: Maggie – hübsch, sympathisch, klug, witzig. Und dann passiert es doch. Als Sydney beginnt, Ridge beim Songschreiben zu helfen, kommen sie sich näher als erwartet. Auch wenn beide die Stopptaste drücken, bevor wirklich etwas passiert, können sie nichts gegen die immer intensivere Anziehung ausrichten, die sie zu unterdrücken versuchen – vergeblich


Fazit: Colleen Hoover kann meiner Meinung nach eines der besten Bücher die du je gelesen hast schreiben oder eben einen richtigen Fehlgriff aufs Papier bekommen.
Bei diesem war ich mir zunächst nicht so richtig sicher, was von beidem mich wohl erwarten würde, da ich mal so, mal so dachte.
Die Idee an sich, fand ich klasse. Aber mir hat die Umsetzung zunächst nicht so richtig gefallen.
Die Charaktere waren zwar sehr schön ausgearbeitet, auf übliche Weise, wie wir es von Hoover kennen, wieder sehr sympathisch und so, wie ein Protagonist sein sollte. Auch die Nebencharaktere sprühten nur so vor Leben und Humor, was mir echt zugesagt hat.
Ich fand allerdings diese zwischenmenschliche Situation die dort geschaffen wurde, echt zum Kotzen. Wenn man jemanden liebt, dann liebt man ihn. Wenn man jemanden nicht liebt, dann nicht. Wenn man jemanden glaubt zu lieben, dann wird sich das irgendwann richtig stellen. Auf jeden Fall aber, sollte man immer ehrlich zu sich selbst sein.
Ich verstehe hier eben diese Unehrlichkeit nicht. Einander gestehen die Beiden alles ein. Geben ihre Gefühle zu. Aber vor sich selbst hadern sie und lügen sich an. Ich weiß, dass es schwierig ist eine lange Beziehung zu beenden. Keine Frage. Da steckt viel hinter. Aber wenn man neben dem aktuellen Lebenspartner noch jemanden sieht, dann sollte man das schleunigst beenden. Denn sonst ist das für keinen fair.
Wie heißt es? Wenn dort zwei Menschen sind, die du liebst, dann wähle den zweiten, denn wenn du den ersten wirklich lieben würdest, dann gäbe es keinen zweiten.
Einfache Ideologie was?
Mir hat dieses... wie soll ich sagen... nahezu hinterhältige, auch wenn es nicht so gemeint war, einfach nicht gefallen. Damit steht man sich nur selbst im Weg.

Der Stil war natürlich wie jedes Mal wieder überragend. Bei ihr macht es Spaß zu lesen, weil es wirklich gute Lesestrukturen sind. Auch sonst hat mir die Handlung gefallen und das Ende fand ich irgendwie ja ganz niedlich.
Zwar war das Buch weniger emotional als man erwartet hätte, aber auch das war okay.
Eine schöne Geschichte für zwischendurch, allerdings vielleicht eher für jüngere Mädchen, die auf solche Liebesgeschichten stehen – gut, oder eben für ältere, wenn ihnen das Genre zusagt.

3/5

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