Freitag, 17. November 2017

Rezension "Und ich hab dich doch vermisst"

Titel: Und ich hab dich doch vermisst
Autorin: Rachel Harris 
Preis: 9,99 Euro
Verlag: cbt
Seitenzahl: 448 Seiten

Inhalt: Justin Carter hat ein Geheimnis. Er ist gar nicht der große Player, für den er sich ausgibt. Nicht wirklich. Denn eigentlich wollte er immer nur eine: seine große Liebe Peyton. Blöd nur, dass er ihr vor drei Jahren das Herz gebrochen hat. Wegen eines Schulprojekts müssen die beiden wieder mehr Zeit miteinander verbringen. Und während Justin alles versucht, um Peyton zurückzugewinnen, versucht Peyton alles, um ihn und auch sich selbst davon zu überzeugen, dass sie längst über ihn hinweg ist. Was natürlich eine fette Lüge ist ...
Fazit: Ich habe offensichtlich doch eine kleine sadischte Ader und lese Bücher, die eigentlich nicht meinen bevorzugten Genres entsprechen. Wieso also, frage ich immer wieder "Mädchenbücher" an?
Im Grunde hat es immer dasselbe Prinzip. Sie lernen sich kennen, irgendwas schlimmes passiert und am Ende lieben sie sich wieder. Langweilig! Oder doch nicht? 
Ich finde auf seine Art, schafft es jeder Autor, trotz der selben Idee, der Geschichte etwas Neues zu geben. Auch hier. Harris hat Justin einen unglaublich charmanten Charakter verliehen. Auf seine Art, wirkt er total sympathisch und gleichzeitig aber auch total verschlossen. Durch die Schilderung aus seiner Sicht, kann man diese typische Badboy - Aura durchbrechen. Und diesmal oh Wunder, kein durch und durch verstörter und geschädigter Junge, nein, einfach nur ein total lieber Mensch, der mit sich und seinen Gefühlen eben ein wenig überfordert ist. 
Auch Peyton wirkt super sympathisch. Trotz ihrer Krankheit legt sie nicht viel wert auf Aufmerksamkeit, sondern ihre Unabhängigkeit ist das Wichtigste für sie. 
Was ich gut finde, ist die Tatsache, dass sie sich trotz der schwierigen Umstände, nie von einem der Jungs abhängig gemacht hat. Sie ist eine selbstbewusste junge Frau, die eben auch Ängste hat, wie jeder andere und den Kampf gegen diese Ängste auf sich nimmt. 
 
Zwar hat mich die Struktur, die eben einfach zu offensichtlich ist ein wenig gestört, aber das ist nun mal so, wenn man sich für solche Bücher entscheidet. 
Was ich schade fand, war das Geheimnis der beiden. Erst wurde total Aufruhr gemacht, aber meiner Meinung war die Situation von damals eher lächerlich. Sie wirkte sehr unrealistisch und vor allem Peyton übermäßig naiv. Da hätte ich mir irgendwie etwas... wirkungsvolleres gewünscht. 
 
Zusammenfassend war es eine sehr hübsche Geschichte, vor allem ganz nett für zwischendurch. Ich kann es vor allem jüngeren Mädchen empfehlen, denn meine Schwester steht zum Beispiel total drauf! Leichte Kost, die einen ab und an verliebt seufzen lässt und am Ende ein gutes Gefühl hinterlässt!

4/5

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