Dienstag, 19. Dezember 2017

Rezension "Noah"

Titel: Noah 
Autor: Sebastian Fitzek 
Preis: 10,90 Euro
Verlag: Bastei Lübbe 
Seitenzahl: 558 Seiten 

Inhalt: Er kennt seinen Namen nicht. Er hat keine Ahnung, woher er kommt. Er kann sich nicht erinnern, warum er in Berlin ist, seit wann er hier auf der Straße lebt. Die Obdachlosen, mit denen er umherzieht, nennen ihn Noah: Dieser Name ist in seinen rechten Handballen tätowiert. Für Noah wird die Suche nach seiner Identität zu einem Alptraum. Denn wie es scheint, ist er das wesentliche Schlüsselelement einer globalen Verschwörung, die bereits zehntausende Opfer gefordert hat und nun die gesamte Menschheit bedroht ...
Fazit: Nachhaltigkeit ist ein Begriff, den die Leute gerne ignorieren. Ebenso wie das Schicksal vieler Menschen auf der Erde, die in solchen erbärmlichen Zuständen leben müssen, damit wir dieses privilegierte Leben führen können. Darin sind wir nämlich richtig gut: Im Ignorieren.
Wie es schon in der Bibel heißt, der, der ohne Sünde ist, soll den ersten Stein schmeißen. 
Das bin ich keineswegs, ich bin nämlich weder Revolutionist, noch lebe ich völlig nachhaltig. Meine Mama beherzigt dieses Leben sehr, was für mich eins bedeutet: Ich fahre mit dem Rad, solange es nicht Meter hoch schneit. Ich esse weniger Fleisch, denn das braucht man nicht jeden Tag. Ohne Witz. Auch die armen Männer nicht! Schadet euch nämlich nicht, wenn ihr mal drauf verzichtet. 
Ich versuche Plastik zu vermeiden. Ich kaufe möglichst konsumreduziert und das wichtigste: Ich lerne. Jeden Tag, lerne ich etwas neues dazu. 
Und ich finde es abartig, dass es Menschen gibt die es nicht interessiert. Meine Schule ist ein tolles Beispiel dafür. Wir machen einen Nachhaltigkeitstag. Mit Vorträgen, Exkursionen, allem drum und dran. Die Schüler? Genervt. Die Lehrer? Ebenso. Ich hoffe, ihr scheitert an euren Einstellungen und schämt euch, wenn eure Enkel mal fragen : Oma/Opa, wieso gibt es nichts zu essen. Wieso wird es immer wärmer? Wieso haben wir keine Rohstoffe mehr? Was habt ihr uns angetan? 


Ich hoffe es wirklich. 
Fitzek, meine lieben Leute, hat es geschafft. Ich tue seinen Roman nicht als fiktiv ab. Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass eine Knallbirne genauso handeln wird. Wer weiß,  was Trump schon alles zusammen braut. "Aber Klimawandel gibt's ja nicht." Die Art und Weise wie Fitzek das Thema aufgreift, hat mich tiefgründig mit sich gerissen. Ich muss ständig drüber nachdenken. 
Es ist so wichtig, was er zu sagen hat! Das Worst - case - Szenario ist eben nicht so abwegig wie man denkt. 

Ich denke, dass es sich hierbei um einen guten Einstieg handelt. Klar, Fitzek schafft Schuldgefühle. Aber die brauchen wir auch. Das Leben beginnt da, wo die Komfortzone aufhört. 
Also bitte, liebe Freundin, lass dein scheiß Auto stehen, beweg deinen Arsch auf dein Rad und fahre damit zur Schule. Du wirst langsam Gegenstand meiner schlimmsten Beispiele für Menschen, die es nicht kapiert haben und denen ich das Schicksal da oben wünsche. 

Denkt bitte ab und an einfach an die nach euch. Ich will meinen Kindern eine schöne Welt schenken und nicht die Müllhalde, die wir da zurück lassen. 
Veränderung beginnt bei dir. Denn, wenn jeder ein bisschen was macht, ist das schon sehr viel. 
Die, die meinen, es würde eh nichts ändern, wenn gerade Sie damit beginnen, sind nur zu lebensfaul um aus der Komfortzone herauszukommen.

Vielen Dank fürs Lesen.

5/5 

#gogreen 
#forabetterworld

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