Freitag, 19. Januar 2018

Eine Welt ohne Bücher?

Für die meisten von euch, wird die Überschrift meines Posts vermutlich ein wahres Horrorszenario darstellen. Eine Welt ohne Bücher, ohne Worte, ohne Geschichten!
Unvorstellbar, was?
Es gibt Länder, die verbieten gewissen Lektüren, einfach, weil sie es für nicht richtig halten. Eltern, die ihren Kindern nicht erlauben, bestimmte Bücher zu lesen, weil sie diese nicht für vernünftig erachten.
Und dann gibt es die, die sich einfach nicht ums Lesen scheren.
Um die soll sich der heutige Post drehen! Um jene, die eine Welt ohne Bücher auch nicht schlimmer fänden...

Seit ich denken kann, habe ich jedes Buch in mich hinein geschlungen, das ich in die Hände bekommen habe. Meine Mama händelt das ebenso und selbst meine Schwester habe ich mit diesem Wahn angesteckt.
Nun stellt sich mir die Frage, nachdem ich jahrelang hunderte Geschichten in mich reingesogen habe und mindestens so viele Leben gelebt habe, wie Menschen, die nicht lesen, so leben können.
Ich habe so schon das Gefühl, dass ich niemals genug Bücher lesen können werde und meine Zeit viel zu kurz sein wird. Aber das was ich lese, reißt mich mit und begeistert mich. Schenkt mir Wissen, Lachen, Tränen und einfach mehr.
Wie muss eine Welt aussehen, in der Harry Potter, Percy Jackson, Katniss Everdeen und alle anderen einen nur in der ollen Flimmerkiste im Wohnzimmer begegnen? In der man nicht aus nächster Nähe ihre Freude, Trauer oder auch Angst mitbekommt?. Oder niemals von Geschichten erfährt, weil diese nicht verfilmt wurden?
Ist diese Welt nicht schrecklich grau?
Ich glaube nicht, dass ich zum Beispiel mit jemandem zusammen sein könnte, der niemals ein Buch lesen würde. Klar, es gibt hunderte andere Themen, aber Bücher sind einer meiner Lebensinhalte und ohne sie geht es nicht. Wie sollte ich dann mit jemandem auskommen, der dass nicht nachvollziehen kann. Ich erzähle meinem Papa gerne mal von meinen Büchern. Er selbst benutzt sie höchsten um seinen Kaffee drauf zu stellen und es ist so schade, wenn ich merke, dass er keine Ahnung hat, wovon ich rede.
Ein beliebtes Ritual zwischen mir und meinem Freund ist es auch, dass ich ihm manchmal aus meinen Büchern vorlese, wenn er gerade nicht selbst liest.
Ich liebe jetzt schon den Gedanken in 20 Jahren mit Tee und Decke, mit ihm auf der Couch zu sitzen und in stillem Einvernehmen zu lesen.
Was machen dann die Paare, die nicht lesen? Fernsehen? Oder unternehmen sie ständig was?
Ach, ich weiß es nicht
Ich kann einen derartigen Lebensstil nicht nachvollziehen und bin froh, dass ich gerne lese.

Wie seht ihr das? Könntet ihr ohne Bücher? Ist es euch auch wichtig, das Partner eure Leidenschaft verstehen können?


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