Donnerstag, 22. Februar 2018

Rezension "Last Mile"

Titel: Last Mile
Autor: David Baldacci
Preis: 22,00 Euro
Verlag: Heyne 
Seitenzahl: 541 Seiten

Inhalt: Seit einem Unfall kann Amos Decker, der Memory Man, nichts mehr vergessen. Fast wäre er an den unlöschbaren Bildern seiner traumatischen Vergangenheit zerbrochen. Aber nun hat er ein neues Lebensziel gefunden: Innerhalb einer Spezialeinheit des FBI klärt er ungelöste Schwerverbrechen. In seinem ersten Fall geht es um Melvin Mars, der seit zwanzig Jahren in der Todeszelle sitzt. Er soll seine eigenen Eltern ermordet haben. Doch Stunden vor seiner geplanten Exekution taucht ein Mann auf und behauptet, der Schuldige zu sein. Kann Decker ihm glauben? Ist Melvin Mars unschuldig und muss vor der Todesstrafe bewahrt werden? Oder wird ein hochgefährlicher Mörder auf freien Fuß gesetzt? Als ein Mitglied aus Deckers Team plötzlich spurlos verschwindet, zeigt sich bald, dass der Fall eine noch viel tiefergehende gesellschaftliche Sprengkraft birgt...
Fazit: Mein erster Eindruck war, dass es sich hier um eine Mischung aus Jack Reacher von Lee Child und The Green Mile von Stephen King handelt. Die Todeszellen Geschichte hat mich unglaublich stark an Green Mile erinnert, da hier vor allem auf die Gefühls- und Gedankenwelt von Melvin eingegangen wird. Es ist einem definitv sehr nahe gegangen, gerade was die Misshandlungen und die Diskrimminierung gegen ihn angeht. Allerdings nicht nur gegen ihn, sondern generell gegen die komplette schwarze Bevölkerung in Texas.

Die Wärter sind hier das absolute Negativbeispiel für Menschen, die die Aufischt über andere haben. Wie solche Leute eingestellt werden, ist mir ein Rätsel und ich musste mich mehr als einmal echt zurück halten um nicht einfach laut zu schreien! 
Der Hauptcharakter ist interessant. Ganz im Gegensatz zu normales Protagonisten scheint er unglaublich kaltherzig und rational zu wirken und man empfindet ehrlich gesagt nicht wirklich Sympathie für ihn. Zumindest zu Anfang. Im Laufe des Buches wurde es dann besser und zum Ende hatte man ihn richtig lieb gewonnen.
Seine Art und Weise zu denken hat mich so fasziniert. Was die Ermittlung angeht, ist er wirklich erste Sahne, auch wenn er lieber für sich allein bleibt und nicht viel mit dem Team abspricht. 
Der Stil war sehr überzeugend. Auf realitsische Art wurde die Geschichte erläutert und trotz aller Rationalität hat man unglaublich mitgefiebert. 
Insgesamt hat es mir sehr, sehr gut gefallen und ich muss mir unbedingt den ersten Band anschaffen, der "Memory Man" heißt. Es ist allerdings nicht schlimm, dass ich diesen Teil zuerst gelesen habe, denn auch so ist die Geschichte sehr schlüssig und hat mir gut gefallen! 
Eine gute Idee und eine noch bessere Umsetzung! Ich habe wirklich lange nicht mehr so viel Spaß beim Lesen gehabt!

5/5  

PS: Es handelt sich hierbei um eine Gastrezension von meinem Freund. Damit ich alle Bereiche abdecken kann, habe ich mich entschlossen ab und an auch mal "männlichere" Bücher mit einzubeziehen. Soll ich das öfter machen? 

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