Sonntag, 18. März 2018

Rezension "Schmetterlingswochen"

Titel: Schmetterlingswochen 
Autorin: Sarah Combs 
Preis: 9,99 Euro
Verlag: cbt
Seitenzahl: 293 Seiten 

Inhalt: Als die 17-jährige Gloria im Sommercamp zum ersten Mal auf Mason trifft, hält sie ihn für einen egozentrischen Schwachkopf. Überhaupt, wo ist sie hier bloß gelandet, wenn ihr gemeinsamer (anonymer!) Literatur-Dozent sie auf seltsame Schnitzeljagden schickt? Doch was turbulent beginnt, wird zu einem unvergesslichen Sommer der überraschenden Freundschaften und der beflügelnden Selbstfindung.
Fazit: Eine geheimnisvolle Nachricht, die einen auffordert einen Monat lang auf das Internet zu verzichten und irgendwelchen Spuren nachzuforschen, klingt mehr als nur interessant. Von Anfang an hatte ich große Erwartungen, weil mir die Idee sehr gut gefiel und ich wirklich viel erhofft habe.
Das Buch begann auch sehr gut. Gloria ist eine liebenswürdige Persönlichkeit, ihre Freundin Carol scheint ebenfalls ein sehr interessanter Mensch zu sein. Ich mochte die Beziehung zwischen den beiden, aber leider waren sie beide sehr fadenscheinig. So als wäre die Person entwickelt worden, aber hätte nicht den Abschluss gefunden. Gloria wirkte manchmal schon zu "perfekt", als habe sie keine Macken und jeder müsse ihre Art lieben, was natürlich bedeutet, dass sie innerhalb von einem Tag einen Haufen  neuer Freunde findet. Ja klar. Zurückhaltend, aber plötzlich arg beliebt. 
Auch die anderen Figuren waren sehr nichtssagend. Man konnte sich mit keiner richtig anfreunden, weil alles so zusammenhanglos und schnell passierte. 
Auch die Schnitzeljagd bestand aus nur zwei Nachrichten und peng, alles aus und vorbei, der langweilige Professor taucht auf. 
Ich hatte hier deutlich mehr erwartet. 
Dann reden sie ständig über bedeutende Romane Amerikas, aber auf keinen wird wirklich eingegangen. So als wollte die Autorin literarisches Interesse heucheln, weil tiefsinnige Figuren das immer haben, aber irgendwie nicht wirklich wusste, wie sie es machen soll. Ich habe weder was über die Bücher erfahren, noch wurde ich wirklich neugierig gemacht, so wie in anderen Reihen. 
Insgesamt waren die Figuren damit wenig überzeugend und man konnte nicht wirklich eine Verbundenheit zu ihnen entwickeln, das sie so eindimensional gestaltet waren. 
Auch die Geschichte ließ zu Mitte des Buches ein wenig zu wünschen übrig und hat mich leider ein wenig enttäuscht.
Allerdings war der Stil ganz unterhaltsam und das was ich in groben Zügen vorgelegt bekommen habe, würde mir ausgearbeitet sicherlich sehr gut gefallen! 
Insofern ganz nett für zwischendurch, aber leider keinen Reread wert. 

3/5  

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen