Sonntag, 6. Mai 2018

Bloggertalk #11 Das Phänomen "Erotik - Genre"

Hallo ihr Lieben!
Heute soll sich alles um das Thema Sex, Beziehung und Badboys drehen! Warum ich das heute mal anspreche? In den letzten Monaten ist mir aufgefallen, wie oft Instagram von Erotikromanen überschwemmt wird. Die Bücher, die in der letzten Zeit zu dem Thema erschienen sind, sind unglaublich beliebt und gehypt. Aber warum? Welches Phänomen steckt dahinter?

Ich selbst habe bis jetzt die After Reihe, die Royal - Reihe und Fifty Shades of Grey gelesen, sowie ein Einzelband zu dem Thema, dass ein wenig fantastisch angehaucht war.
Darauf aufbauend werde ich mich mit dem Thema beschäftigen, leider kann ich nicht einschätzen, ob das in anderen Büchern vielleicht noch anders aussieht. Vergebt mir bitte, wenn also Unstimmigkeiten auftauchen sollten, aber bei 12 Büchern gehe ich grundsätzlich erstmal von genug Vorwissen aus.

Die Top Autoren, die gerade den Erotik Markt anführen sind ganz klar Anna Todd, Geneva Lee, EL James und kleinere Lichter wie M. Leighton und S.C. Stephens sowie andere, die trotzdessen tausende Bücher verkaufen.
Was aber macht ihre Werke so interessant oder auch nicht interessant, dass man sie kauft und liest?
Ich selbst habe als Erstes damals die After - Reihe gelesen. Das ist jetzt fast 2 1/2 Jahre her, zu dem Zeitpunkt war ich also 15 und hatte relativ wenig Ahnung von all dem. Ich wurde durch Instagram angefixt und da musste ich sie dann haben.
Was die Bücher für mich alle irgendwo gemein haben?
Der Typ ist ein riesen Arsch und die Mädchen naive dumme Puten. Und trotzdem mag man beide irgendwie, weil sie auch irgendwo das verkörpern, was es eben ist. Unsicherheit und Probleme. Nicht alles läuft immer zu hundert Prozent rund und das stellen die Bücher auch klar raus.
Natürlich ist nicht jeder Mann so und auch die Frauen haben nicht immer diese Charaktermerkmale.
Aber die grundsätzlichen Gefühle und Ansätze werden durchaus dargestellt.
Was die Bücher aber auch gemein haben, ist Übertreibung.
5 mal täglich Sex, 7 Tage die Woche und auch während der Periode ist dann doch ein wenig weit hergeholt. Und das Frauen alles immer total gut gefällt, erst recht. Jeder ist da anders und doch macht genau das den Kick aus. Es ist was... ich will nicht sagen Verbotenes, aber es lockt doch schon, genau so sein zu wollen. Vielleicht auch nur für einen Tag. Oder nur eine Stunde. Aber spannend ist es auf jeden Fall.
Was ich gut finde, vor allem bei der After - Reihe, war die Beziehung, die Hardin zu Tessas Körper hatte. Er mochte ihre Kurven und auch, dass er was zum Zupacken hatte. Bauch und Schwabbel haben ihn nicht gestört, nein er liebte sie sogar. Das ist eine ziemlich ehrliche und gute Sichtweise, denn ich habe bisher kein Buch gelesen, wo die Männer Skelette am liebsten hatten.
Also an alle nicht 90-60-90 Maßen da draußen, ihr seid nicht unbeliebter als die Klappergestelle. Und das ist genau die richtige Message.
Natürlich ist das Badboy - Gehabe etwas, dass keine Frau unbedingt in ihrem Leben haben wollen würde, aber im Bett kann das dann doch schon ziemlich heiß wirken. Gerade deswegen werden Christian Greys und Hardin Scotts dann zu Vorbildern für junge Mädchen und vielleicht auch Frauen, die das eben sehr heiß finden. Heißt aber auch wieder nichts, denn andere stehen da gar nicht drauf und letztendlich bleibt jedem Überlassen, was er will und was nicht.
Gegen Probieren sollte man aber nie etwas einwenden, denn das man neue Möglichkeiten findet, die beiden gefallen, ist nicht unwahrscheinlich.

Letztendlich ist vermutlich bei jedem etwas anderes der Grund, warum man die Bücher liest. Ich finde es immerhin schon gut, dass man die Bücher nicht mehr unter Rosamunde Pilcher Umschlägen verstecken muss, wie es unsere Großmütter/Mütter vor Jahrzehnten getan haben. Heute darf jeder offen drüber reden und Autorinnen werden wie Götter gefeiert.
Wie steht ihr zu diesem Genre? Was macht es für euch aus? Oder lasst ihr ganz die Finger davon?

Man liest sich!

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