Sonntag, 12. August 2018

Rezension "36 Fragen an dich"

*Rezensionsexemplar
Titel: 36 Fragen an dich
Autorin: Vicky Grant
Preis: 14,00 Euro
Verlag: Heyne
Seitenzahl: 336 Seiten

Inhalt: Hildy und Paul, beide 18, nehmen an einem psychologischen Experiment teil: die wissensdurstige, aber etwas chaotische Hildy aus Interesse und tausend anderen Gründen. Paul aus einem einzigen: weil er die Teilnahme bezahlt bekommt. Und so sitzen sich die beiden in einem kargen Universitäts-Raum gegenüber und stellen sich Fragen, die zwischen ihnen Liebe erzeugen sollen. Fragen, die zunächst scheinbar banal sind (»Wie sähe ein perfekter Tag für dich aus?«) und dann immer persönlicher werden (»Was ist deine schlimmste Erinnerung?«). Fragen, die Hildy im wahren Leben nie jemandem wie Paul stellen würde, dem gut aussehenden Typ, der sich für nichts und niemanden interessiert, am wenigsten für Hildy. Oder? 

Fazit: Zunächst möchte ich mich bei der Buchhandlung Wenner Osnabrück bedanken, die mir und ein paar anderen dieses Buch zur Verfügung gestellt haben, sowie bei Isabell, wegen der ich überhaupt erst den Laden betreten habe! :)

Das Cover ist jetzt nichts Aufregendes oder Großartiges, daher kann ich dazu nicht viel sagen. Im Hinblick auf die Handlung passt es aber auf jeden Fall ganz gut!   

Kommen wir zu unseren Protagonisten. Hildy ist ein extrem seltsamer Mensch. Sie redet viel (zu viel) und meistens irgendwie nur dummes Zeug. Ich mag diese überdrehte Art gar nicht und fand sie daher nur extrem anstrengend und nervig. Als ich nach und nach herausgefunden habe, was ihr großes "Geheimnis" ist, war ich ziemlich enttäuscht, weil ich diese Sache ziemlich unspektakulär finde. Gibt es in hunderten anderen Familien vermutlich auch und war daher jetzt nicht total überraschend. Mir tut Hildy ehrlich gesagt nur Leid, denn ihre Familie scheint chronisch überfordert mit allem zu sein und daher fehlt es ihr irgendwie an der nötigen Bindung, die sie aber braucht.  
Wie sie schon andeutete, allein sein ist ziemlich schlimm für sie. 
Paul ist meiner Meinung nach auch nicht besser. Er ist der typische Junge, der alle auf Distanz hält, weil er ja so leidet und keinen an sich ran lassen kann. Das er auch noch eine Träne ist sein Gesicht tätowiert hat, ist dann absolut zu viel des Guten. Ich finde ihn extrem unsympathisch und glaube nicht, dass Hildy, die ja soviel Wert auf Manieren und Umgang legt, über lange Zeit wirklich glücklich mit ihm sein würde. 

Die Story war ziemlich seicht, würde ich behaupten. Ich mochte die Chat/Email - Einheiten sehr gerne und vor allem die kleinen Zeichnungen, aber mir fehlte Handlung. Die Fragen waren teils kaum beantwortet und wenn waren die Antworten irgendwie wenig überzeugend und oberflächlich. 
Auch die Geheimnisse der Beiden waren für sich gesprochen nicht wirklich originell und ich hätte mir insgesamt ein wenig mehr erwartet. 

Tja, wo ich nun die Story und die Protagonisten nicht wirklich gut fand, kann ich leider nicht wirklich viel mehr Positives zu dem Buch sagen. 
Vermutlich bin ich leider einfach ein bisschen zu alt für diese Art von Geschichten. Ich schätze für jüngere Mädchen ist die Story aber ideal - ich habe leider schon zu viel Zeit gehabt, um mir zu überlegen, welche Charaktere ich gut finde und welche nicht. 
Schwache, gesprächige Mädchen und unnahbare, coole Typen gehören nicht zu meinen Favoriten. 

2/5 

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